Fußwallfahrt nach Trier 2013

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59 Fußpilger, und 13 Radpilger hatten sich am Christ Himmelfahrtstag mit der Brudermeisterin Maria Türks auf den Weg nach Trier gemacht.

Die Losung der diesjährigen Wallfahrt lautete:


„ ..OHNE DEIN LEBENDIG WEHN KANN IM MENSCHEN NICHTS BESTEHN.“

Raus aus dem Alltag, rein ins Pilgervergnügen. Im Vordergrund steht immer der Gemeinschaftsgedanke, weniger ob die Strecke wieder in diesem Jahr zu bewältigen ist.

Aus dem Pilgerbrief 2013: Pilger sind Menschen, die nicht einfach ihrer Müdigkeit nachgeben. „Krich dich was Wasser, dann weiter, dahinten ist Trier!“

Gemeinsames Einlaufen in den letzten Wochen ist die Grundlage für das Durchhaltevermögen. Die Freude ist die Begegnung mit den anderen Pilgern und auf das was uns erwartet.

09.05.13 Christi Himmelfahrt

5.00 Uhr Messe mit Friedhelm und den Segen draußen am Stein, Verabschiedung von Familie und Freunden. Kreuz voraus. Stefan, unser jüngster Neupilger trägt das Kreuz. Zum Gebet bei Türks ein kurzer Stopp. Nun sind wir unterwegs, 58 Pilger, darunter 7 Neupilger: Stefan Drillges, Ferdinand Klebes, Rita Pfenner, Sabine Vennen, Margret Carmanns, Birgitt Schmitz und Annemarie Wildermuth, die sich auf den Weg zum Apostelgrab begeben. Gemeinsam wollen wir Gottes Nähe erleben. Die Stimmung ist schon gut am frühen Morgen, wir sind eine bunte Pilgerschar. Alles ist gut vorbereitet und organisiert.

Der spirituelle Reiseproviant – Gebet – Meditation – Schweigen – schweißt zusammen und lässt uns Durststrecken durchstehen.

Ein kurzer Stopp in Glehn, Aldenhoven, beim Dorfkreuz Bedburdyck treffen wir pünktlich um 8.00 Uhr im Jugendheim ein. Gestärkt und mit Namensschildern versehen und ein paar belehrenden Worten von Maria, setzen wir unseren Pilgerweg fort.

Die Losung in diesem Jahr lautet: „Ohne dein lebendig Wehn, kann im Menschen nichts bestehn“.

Pilgern mit Herz und Seele, Jahr für Jahr sind neue Pilger dabei, um die Magie zu spüren, mit zu erleben was man sich so erzählt. Man fühlt sich frei und läuft und läuft. Schritt für Schritt entwickeln sich aus dem Glauben eigene Kräfte und man begreift, dass man das Ziel erreichen kann. Schön ist die Begegnung mit den unterschiedlichsten Menschen. Der Status ist unwichtig. Beim Pilgern sind alle gleich. Wir hoffen auf eine hindernisfreie Woche. Auf einer Wallfahrt sind es eher die inner-lichen Hindernisse die zu bewältigen sind. 10.20 Uhr, sind wir schon in Frimmersdorf, kurze Pause, der Regen hat sich verzogen. Zur Losung liest Joachim etwas vor. Danach geht’s schweigend weiter an der Erft entlang (10 Minuten).

Schweigen ist nicht nur nicht sprechen, sondern bewusstes Erleben der Stille.

Aufschwingung der Erregung und Bewegungen körperlich und innerlich. Man sammelt sich, gewinnt Kraft, und kommt wirklich zu sich selbst.

Es geht gut voran, um 11.50 Uhr kommen wir in Bedburg an. Weiter geht’s um 13.00 Uhr wieder an der Erft entlang.

Nun sind wir unterwegs „pilgern“ tut mir und den andern gut, entschleunigt und ist Urlaub für die Seele. Pilgern um den Hl. Matthias um Beistand oder Hilfe in wichtigen Entscheidungen zu bitten. Beten und bitten für sich und die Familie. Ich hoffe, das unsere Gebete in Erfüllung gehen, daran glaube ich fest. Innere Balance finden, Belastendes loslassen und die Botschaft der Seele verstehen.

Es gibt Menschen die haben mit Kirche und Wallfahrten nichts am Hut. „Lass die doch laufen“ sagen die Spötter. Wallfahrten ist sich in Bewe-gung setzen. Die Wallfahrten bestimmen Orte der Erinnerung und der Besinnung  des Gebetes. Wir sind keine katholische Besonderheit, auch wenn es in unseren Breiten überwiegend Katholiken gibt. Gott sei dank sind wir noch am Anfang der Wallfahrt und unsere Kräfte sind noch frisch. Nach 56444 Schritten sind wir in Thorr bei Fam. Valder um 15.00 Uhr angekommen. Die Sonne hat auch die letzten Wolken vertrieben. Heppendorf ist unser nächster Halt. Zur Losung liest  Rita Winkels.

Eine Pilgertour kann ein Umweg zur Natur oder Gott sein. Pilgern ist Luxus zu Fuß zu laufen. Man hat alle Sachen im Kopf. Man genießt die Stille. Pilgern um etwas Neues zu erfahren, (nicht nur im Religiösen) was Altes ablegen. Die Gedanken kommen von selbst. Man merkt schon früh in der Pilgergruppe du bist nicht auf dieser Welt allein. Man bekommt das Gefühl alles ändern zu wollen, Fremde werden Vertraute. Die Entschleunigung des Lebens kann ein neuer Ansporn für den Alltag sein. Um 17.40 Uhr treffen wir in Blatzheim, unserem Tagesziel ein.