Fahrradwallfahrt nach Trier 2012

Erstellt: Samstag, 30. Juni 2012 21:08
Geschrieben von Brigitte Höffgen
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Unter der Jahreslosung "... und führe zusammen was getrennt ist" machten sich 12 Radpilger und 3 Begleitpersonen auf den Weg nach Trier. Am Matthiasstein sprachen wir noch ein Gebet mit der Bitte um eine gute Wallfahrt.

 

Donnerstag, 17. Mai 2012 - Christi Himmelfahr

Um 5 Uhr begann mit einem Wortgottesdienst die Kleinenbroicher Wallfahrt zum Hl. Matthias nach Trier. Unser Präses Friedhelm Messserschmidt erteilte den Fuß,  Rad und Buspilgern den Pilgersegen. Wir verabschiedeten uns von den Fußpilgern, die sich schon  auf den Weg machten.

Pilgerzeit - Einkehrzeit

Suche nach dem, was Kraft und Stärke gibt.

Pilgerzeit – Danksagungszeit

Dank sagen dem, der uns zum Aufbruch bewegt,

auf dem Weg uns begleitet,

uns Klarheit schenkt und das Ziel verheißt.

Pilgerzeit

Unterwegs sein zu dem, was uns Hoffnung gibt.

Pilgerzeit – Aufbruch

Aufbruch zu dem, was uns bewegt.

Pilgerzeit – Umkehrzeit

Abwendung von dem, was ablenkt und Verwirrung stiftet.

 


 


Freitag, 18. Mai 2012

Kleinenbroich – Kommern  89 km

Die Fahrräder sind geputzt, die Taschen gepackt und die Pilger frohen Mutes.

Unter dem Motto „ und führe zusammen, was getrennt ist“ machten wir uns mit 12 Radpilgern und 3 Begleitpersonen auf den Weg nach Trier. Am Matthiasstein sprachen wir noch ein Gebet mit der Bitte um eine gute Wallfahrt.

Der Weg führte uns durch Glehn, am Nikolauskloster vorbei Richtung Grevenbroich. In Bedburdyck machten wir einen kurzen  Halt und beteten die fünf Wunden. Nach einer kleinen Rast in Frimmersdorf fuhren wir auf dem Erft Radweg weiter bis Paffendorf. Hier erwarteten uns die Eheleute Mörs mit frischem Kaffee und Kuchen.

Weiter ging es über Thorr nach Blatzheim. Unsere Begleitmannschaft (Karin Gerti und Jakob) hatten Bänke aufgestellt und für uns den Tisch gedeckt. Eine etwas längere Pause tat uns allen gut. Die Getränkeflaschen wurden neu aufgefüllt und wir schwangen uns wieder auf die Räder.

Der Wind hatte kein Erbarmen  mit uns und blies  uns kräftig ins Gesicht. Wir konnten  den kleinen Imbiss den uns die Begleiter in Zülpich servierten gut gebrauchen. Etwas erschöpft,  aber  guter Dinge erreichten wir gegen 17 Uhr Kommern unser Tagesziel. Unser Gepäck war schon in den Quartieren. Zum Abendessen trafen wir uns im Hotel. Anschließend ließen wir den Tag nochmal  Revue passieren. Auch wenn Günter H. seine Zigeunerin vermisste, hat er trotzdem gut geschlafen.

 


 


Samstag, 19. Mai 2012

„Kommern – Gerolstein" 69,5 km

„Nicht der Beginn wird belohnt, sondern allein das durchhalten"

Um 6 Uhr klingelte der Wecker. Wir machten uns fertig für das Frühstück. Gut gestärkt  stiegen wir auf unsere Räder. Die Wallenthalerhöhe verlangte einiges von uns ab. In Dahlem erwarteten uns unsere Begleiter mit einer kleinen Stärkung. Ein Schluck Pilgerwasser gab uns die Kraft für die letzte Tagesetappe.

In Birgel haben wir die Fußpilger getroffen und wurden mit einem fröhlichen „Hallo" begrüßt.

(Wir sind Pilger, die auf verschiedenen Wegen auf einen gemeinsamen Weg zuwandern)

In Gerolstein am Bahnhof warteten Karin und Jakob auf uns. Die Fahrräder wurden in dem Transporter verstaut (wir auch) und den steilen Weg zur Jugendherberge hinauf gefahren. Nach der Zimmerverteilung trafen wir uns zum Abendessen. Anschließend gingen wir zum Ehrenfriedhof, sprachen das Abendgebet und sangen ein paar Lieder. Den Abend ließen die Männer beim Fußball gucken und die Frauen mit einigen Cocktails fröhlich ausklingen.


 


Sonntag, 20. Mai 2012

„Gerolstein – Trier“ 68 km

Die letzte Etappe auf dem Hinweg lag vor uns. Bei schönem Wetter fuhren wir durch eine herrliche Landschaft.

In Usch mussten wir in den Zug steigen (der Fahrradweg war gesperrt) und fuhren bis Hüttingen. In Auw machten wir im alten Pfarrhaus Mittagspause.

Anschließend erzählte uns Resi etwas über die Geschichte des Ortes. Dann gingen wir noch in die Kirche. In Kordel trafen wir uns mit den Fußpilgern, wo die Neupilger (Günter Alban, Walburga Eger, Herman-Josef  Klören, Peter Meyer) von Hubertus in die Bruderschaft aufgenommen und der Jubilar (Jakob Kaumanns 10 Jahre) geehrt wurden. In Trier trafen wir uns nach der Zimmerverteilung zum Essen. In froher Runde, bei netten Gesprächen verbrachten wir einen schönen Feierabend. Wir hatten ihn uns verdient.


 


Montag, 21.Mai 2012

„Trier“

Du findest den Weg nur, wenn du dich auf den Weg machst.

Der Einzug in St. Matthias ist immer wieder ein überwältigender Höhepunkt. Wenn die Orgel zum „ Großer Gott wir loben dich“ anstimmt, fließen immer wieder Freudentränen. Nach einer kurzen Begrüßung und dem Segen von Pilgerpater Hubert wurden die Erstpilger und Jubilare geehrt.

Nach der Messe fuhren wir ins Hotel zurück. Anschließend machten wir einen Stadtbummel. Günter und Hermann Josef machten noch eine kleine Radtour.

Abends sind wir zur Lichterprozession  gegangen. Auf dem Heimweg haben wir einen Döner auf der Hand gegessen (lecker). Im Hotel setzten wir uns noch in den Wintergarten, bis uns das Gewitter überraschte und sind dann doch etwas müde in unsere Betten verschwunden.


 


Dienstag, 22. Mai 2012

Trier – Lieser“ 65 km

„In den vergangenen Tagen haben wir Gemeinschaft erfahren dürfen, gemeinsam gebetet, gesungen und gelacht“

Wir fuhren noch einmal nach St. Matthias, um mit den Fuß und Buspilgern die hl. Messe zu feiern.  

Bei schönem Wetter fuhren wir auf dem Moselradweg  und genossen das wunderschöne Moseltal. In Pölich war unter einem Baum der Mittagstisch gedeckt. Unsere Begleiter hatten wieder alles perfekt vorbereitet. Ein schluck Pilgerwasser  gab uns wieder Kraft für den Rest des Tages.

In Lieser erwartete Roni uns schon am Hotel. Die Wiedersehensfreude war bei allen groß. Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, machten wir gemeinsam mit Roni einen kleinen Spaziergang durch den Ort. Anschließend gingen wir in ein kleines Lokal und verbrachten dort mit leckerem Essen und Getränken einen schönen gemütlichen Abend.

 


 


Mittwoch, 23. Mai 201

„Lieser- Kleinenbroich“ 65 km

Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet, verabschiedeten wir uns von Roni und machten uns auf den Heimweg. Die Sonne begleitete uns und wir konnten entspannt die schöne Landschaft genießen.

In Zell machten wir in einer Straußenwirtschaft eine kleine Mittagspause. Wir hatten Glück, denn in dem Moment fing es heftig an zu regnen. Der Rest des Weges bis nach Bullay war es wieder trocken. Wir hatten genügend Zeit und konnten in Ruhe unsere Fahrräder in den Zug laden. In Koblenz mussten wir noch einmal Umsteigen und konnten dann bis Mönchengladbach durchfahren.

Wir verabschiedeten uns von Sibille und Walburga, die von Karin nach Hause gebracht wurden. Der Rest der Truppe fuhr mit dem Fahrrad nach Kleinenbroich. Am Bahnhof trennten sich dann unsere Wege. Jeder war doch froh wieder zu Hause zu sein. Ein Dankeschön möchte ich Resi für die Organisation, Karin Gerti und Jakob für den tollen Service unterwegs und den Mitpilgern für die schöne Gemeinschaft sagen.